Folkeboot
Das norwegische Folkeboot ist ein Klassiker unter den Segelbooten, robust und qualitativ
hochwertig gebaut, war und ist dieses Boot eine stabile Wertanlage.
1941 schrieb die königlich-schwedische Seglergemeinschaft eine Bootsklasse aus, die günstig, einfach zu bauen und ideal für die Ostsee sein sollte.Unter vielen Bewerbern konnten sich drei
durchsetzen, aus deren Vorschlägen ein Boot entwickelt wurde: Das Folkeboot.Im September 1941 beschlossen, war das erste Boot bereits zu Weihnachten 1941 fertig gestellt worden. Im Frühjahr 1942
wurde das Schiff erstmals zu Wasser gelassen, schon im ersten Jahr folgten 50 Bestellungen. Schnell gewann die Bootsklasse an Bekanntheit, es entstanden die ersten Klassenvereinigungen in Dänemark,
Norwegen, Finnland und in Deutschland. Damit war es in kurzer Zeit die größte Einheitsklasse in Nordeuropa geworden und an Beliebtheit kaum zu überbieten.
Folkeboot 3DBasieren auf den positiven Erkenntnissen aus der Verwendung von glasfaserverstärkten Kunststoffen im Bootsbau hat Erik Andreasen das Folkeboot überarbeitet. Gemeinsam mit der NFIA entwickelte man ein neues Regelwerk, das vor allem auf einer vergleichbaren Festigkeit zu den geklinkerten Holzbooten basierte, was wiederum die Grundlage für die heute noch so robust gebauten GFK-Rümpfe ist.
Auf der Regattabahn segelten von nun an Holz- und GFK-Boote in einer Klasse vereint gegeneinander und die Famile rund um das "Folke" wuchs schnell, das Boot wurde bis heute ständig verbessert. Andreasens Werft in Dänemark wurde zum Anlaufpunkt von begeisterten Käufern von allen Kontinenten. In den 90er Jahren verlegte er die Produktion in das estnische Pärnu.
Dort wurden anfänglich nur die Rümpfe, später aber auch die Decks gebaut und der Ausbau umgesetzt. 2010 wurde die Werft von Hamburger Kaufleuten übernommen, die gemeinsam mit den Bootsbauern mit sehr viel Leidenschaft und Liebe zum Detail weiterhin die Qualität des Original Folkebootes garantieren.Die größten Folkeboot-Flotten finden sich heute in Schweden, Dänemark, Deutschland, England und den USA (San Francisco). Aber auch in Japan und Australien findet man die kleinen Seetauglichen Schiffe.
Das Folkeboot feiert 2011 seine 70-jährige Kiellegung, gefolgt von Jubiläumsfeierlichkeiten in 2012 zum 70-jährigen Bestehen. Es gibt nur wenige Einheitsklassen, die so lange existieren. Niemals hat sich das Folkeboot Trenderscheinungen annehmen müssen, weder die Wandlung in eine olympische Klasse noch schnelllebige Änderungen von Gewohnheiten der Segler konnten das Folkeboot beeinflussen.
So entstand ein zeitloser Klassiker mit einer idealen Mischung aus Eleganz und Sportlichkeit. Heute ist die Fangemeinde groß und wer es einmal geseglt hat, wird dieses Boot so schnell nicht vergessen. Einmalige Segeleigenschaften, einfaches Handling und eine überzeugende Vielseitigkeit begeistern die Crews. So kann das Schiff sowohl zum harten Regattasegeln genutzt werden als auch für mehrtägige entspannte Familientörns.
| 1. | Eingegossene, doppelte Wasserlinie. |
| 2. |
Der 1050 Kg (54%) schwere Eisenkiel ist mit sieben Bolzen befestigt. Um das Folkeboot mühelos zu Kranen, sind zwei Heissaugen im Kielbolzen montiert. |
| 3. | Grosses Ruderblatt sichert optimale Manövrierfähigkeit. |
| 4. | Massiver GFK-Rumpf, handaufgelegt aus allerbesten Materialien. |
| 5. | Materialstärke des Rumpfes. |
| 6. | Die Klinkerbauweise erhöht die Stabilität. |
| 7. | Relingsleisten aus massivem Teakholz. |
| 8. | Leicht abnehmbare Motorhalterung, problemloses Entfernen des "Flautenschiebers". |
| 9. |
Der ganze Überbau ist eine handaufgelegte Sandwichkonstruktion mit 10 mm eingegossenem Balsaholz und Verstärkungen für Beschläge. |
| 10. | Groß-Schotwagen und Blöcke mit Kugellager. |
| 11. | Nirosta Winschen mit fester Kurbel unter Deck. |
| 12. | Alle Beschläge, sogar die Fensterrahmen sind aus Nirosta. |
| 13. | Wanten und Fockstag aus 7 mm Nirosta. |
| 14. | Alle Holer sind zum Cockpit geführt. |
| 15. | Der flexible Holzmast verträgt enormen Druck und ermöglicht dadurch ein einfaches Rigg. |
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